Katzenstreuner
Wer kennt sie nicht aus der Nachbarschaft? Verwilderte streunende Katzen, unterernährt und meist krank, die sich unkontrolliert vermehren.
Die BUND-Gruppe Nördlicher Breisgau unterstützt seit mehreren Jahren AnwohnerInnen vor Ort, die sich um genau diese Tiere kümmern.
Die Katzen werden gefüttert, gesund gepflegt, sterilisiert bzw. kastriert und, soweit möglich, an ein neues Heim vermittelt.
Unsere BUND-Mitglieder Brigitte und Bernd kümmern sich seit vielen Jahren um streunenden Katzen. Diese Aktion kommt nicht nur den betroffenen Streunern zugute, sondern ebenso unseren Hauskatzen, die so vor Krankheiten geschützt werden.
Bernd hat das Thema mit der Stadt Herbolzheim besprochen und so den Anstoß zu einer Katzenschutzverordnung gegeben, die im Jahr 2024 in Herbolzheim verabschiedet wurde. Ohne eine Verordnung werden durch Streuner entstehende Kosten von der Allgemeinheit direkt oder indirekt getragen. Eine Verordnung kann helfen zumindest einen Teil der davon nach dem Verursacherprinzip zuordnen und gibt den Katzenkümmeren auch Rechtssicherheit bei ihrem Tun. Dabei lässt sich nur der kleinere Teil der Kosten für Fangaktionen, Kastrationen und Sterilisationen, der Pflege und Weitervermittlung monetär darstellen.
Vielfach höhere und nicht bezifferbar sind die gesundheitlichen Auswirkungen für Menschen und deren Haustiere und insbesondere die Kosten der Artendezimierung, die durch den durch Streuner gesteigerten Prädatorendruck auf Wildtiere (Kleinsäuger, Lurche und Vögel) und die Hybridisierung streng geschützter Wildkatze entstehen. Nicht zuletzt zeigt der Umgang mit Nutz-, Heim- oder Wildtier in Teilen auch das grundsätzliche Emphatievermögen und die Verantwortungsbereitschaft einer Gesellschaft.
Wir freuen uns, wenn Herbolzheim mit einer Katzenschutzverordnung einen weiteres Werkzeug zum Arten- bzw. Tierschutz an die Hand bekommt und danken dem Katzenkümmerer-Team für die jahrelange unermüdliche Arbeit.