Noerdlicher Breisgau
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Beratung Wespen und Hornissenschutz

Hornisse in Bleichheim Einheimische Hornisse (vespa crabro) im Landeanflug an ein verlassenes Mäuseloch

Wespen: Meist harmlos

Etwa 630 Wespenarten gibt es in Deutschland. Manche sind nur wenige Millimeter groß, andere fast so groß wie eine Hummel. Lästig aber selten gefährlich werden dem Menschen – wenn überhaupt – nur zwei Wespenarten, und zwar die "Gemeine Wespe" und die "Deutsche Wespe".

Wenn es doch man zu einem Stich kommt:

Bei ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion sollten Sie sofort den Notarzt rufen. Anzeichen können Erbrechen, Schwindel oder Atemnot sein.

Auch wenn die Wespe in Ihren Mund oder Rachenraum gestochen hat, sollten Sie einen Notarzt rufen.

 

Wespen sind nicht nutzlos!

Ein kleiner Wespenstaat vertilgt bis zu 3.000 Fliegen, Mücken, Raupen, Motten, Spinnen und andere Kleintiere pro Tag. Wespen sind außerdem wichtige Bestäuber. Sie leben nur einen Sommer lang. Im Herbst verlassen sie ihr kunstvoll aus kleingekautem Holz und Speichel gebautes Nest und sterben. Nur die jungen Königinnen suchen sich eine geschützte Unterkunft, um im folgenden Jahr einen neuen Wespenstaat zu gründen.

 (Foto: Tine Gerber für die BUND-Gruppe)

Wespen stehen unter Naturschutz.

Sie dürfen nicht getötet werden. Entfernen Sie auf keinen Fall auf eigene Faust ein Wespennest. Wespen stehen unter Naturschutz. Wespennester dürfen nur in besonderen Fällen entfernt werden.

Auch Hornissen zählen zu den Wespen. Menschen gegenüber verhalten sie sich sehr friedlich und ergreifen eher die Flucht. Sie stechen nur, wenn sie gequetscht werden. Ihr Stich ist zwar schmerzhafter, aber weniger giftig als ein Wespenstich!

Wespen werden vor allem von Fleisch und Süßem angelockt. Decken Sie diese Speisen gut ab und verschließen Sie süße Getränke. Sind die Wespen dennoch da, heißt es, Ruhe zu bewahren und nicht „herumzufuchteln“.

Denn die Wespen reagieren schnelle Bewegungen. Düfte wie Angstschweiß, aber auch Parfum können Warnsignale sein. Auch das Wegblasen ist keine Alternative, denn das ausgeatmete Kohlendioxid macht die normalerweise ruhigen Tiere erst aufmerksam.

Locken Sie die Wespen in eine andere Ecke des Gartens oder Balkons. Ein Stück überreifes, angeschnittenes Obst auf einem kleinen Teller lockt die Wespen weg von Ihrem Tisch. Stellen Sie im Außenbereich AUF KEINEN FALL Honig offen auf! Honige - inbesondere Importhonige – können hoch ansteckende Sporen der Amerikanischen Faulbrutsporen enthalten.

Stecken Sie Gewürznelken in eine Zitronenscheibe und platzieren sie die Zitronenscheibe auf Ihrem Tisch. Wespen mögen den Geruch nicht.

Auch abseits vom gedeckten Tisch können Wespen gerade im Spätsommer aufdringlich werden. Was für uns Menschen die letzten Sommerwochen des Jahres sind, sind für die Wespen die letzten Tage ihres Lebens. Nur die jungen befruchteten Wespenköniginnen überwintern, alle anderen Wespen sterben. Erst im nächsten Sommer schlüpfen neue Wespen.